Praktiken

An dieser Stelle möchte ich euch einige Praktiken im SM etwas näher erläutern. Einiges davon habe ich mir aus den Tiefen des Internet selbst herausgesucht.

Übersicht

Der Faustfick (fisting)
Bondage - Die Kunst des Fesselns
elektrisierend
Schwanz- und Eierfolter
Intimrasur

Der Faustfick (Fisting)

Dies ist ein Thema,das sehr einfühlsam behandelt werden muss, andererseits die Gemüter oftmals auf´s "Wildeste" anregt:

Analfisting

Allgemeine Informationen:

Anales Fisten ist die Penetration des Darmes mit den Fingern, der Hand, des Unterarmes. (Fist = Faust). Der Darm ist eine sog. Schleimhaut. Er ist extrem empfindlich (Aufnahme direkt über das ganze Darmgewebe wie z.b. Koffein oder Alkohol. Wer Einläufe liebt und damit experimentiert, kann ein (Trink)lied davon singen) - und gleichzeitig ist er äußerst dehnbar.

Die Hand wird zum fisten angesetzt Kleinste Verletzungen können zum Tode führen (Vergiftung), wenn z.B. Kot in den Körper gelangt! Nach ca. einer Handlänge (ca. 14-20 cm, noch VOR dem Handgelenk) macht der Darm einen Knick, die sogenannte Kohlrausch´sche Falte. Gefistet werden sollte immer nur nach angemessener Reinigung (Darmspülung - Handreinigung, Nagelpflege) und Vorbereitung, auch wenn während der Session etwas Kot aus dem oberen Darmbereich nachrutscht, wieder spülen und das Ganze nicht als Störung empfinden, denn so etwas passiert natürlich.

Warum fiste ich gerne?

- Der psychologische Hintergrund:
Fisten gehört nicht ohne Grund zum Thema "psychologischer Kick beim Sex / Psychosex / Psychisches Spiel. Um zu fisten oder gefistet zu werden, gehört sehr großes Vertrauen in den Partner, gehört die richtige Vorbereitung, gehört medizinisches Wissen und viel Ruhe, gute Stimmung, große Zuneigung oder Liebe, denn es geht immer an Grenzen, egal ob körperlicher oder seelischer Art! Der Gefistete geht mit seine Hingabe an die Grenze. Der Aktive hingegen trägt die ganze Verantwortung! Das heißt aber auch für die Zurückhaltung, wenn der Passive "mehr" will, darf nicht nachgegeben werden, wenn die körperliche Voraussetzung nicht gegeben ist. Anales fisten befriedigt aber auch in beiderlei Hinsicht, wenn man es sicher und verantwortungsvoll gestaltet - für BEIDE Partner!

Der Passive lässt mich mit dieser Form des Sex sehr nach an (in!) sich heran, öffnet sich mir sozusagen, und ich als Aktiver bekomme in jeder kleinsten Phase diese Öffnung mit, ich spüre die Körperwärme von innen (immerhin 37 Grad!) und wer als Aktiver mit dem Unterarm komplett empfangen wird, der wird mein Gefühl bestätigen können, das HERZ dieses geliebten Menschen förmlich in der Hand liegend zu spüren. Man spürt den Herzschlag, als ob man es geschenkt bekommen hätte (nicht nur als Redewendung)...und dem Menschen entreißen könnte. Ebenso spürt man den Atem und die Muskelbewegungen, woraus man durchaus auch die Bereitschaft spürt (im wahrsten Sinne des Wortes!) Ich denke, näher kann man einem Partner auf körperlicher und auch seelischer Art fast nicht sein! Dennoch kann es durchaus Jahre der Übung und des Vertrauensaufbaues brauchen, bis man so weit kommt eine Hand oder gar einen Arm aufzunehmen.

Fisten ist körperlich sehr, sehr anstrengend - für BEIDE! Es gehört vom passiven Partner die Bereitschaft dazu, sich zu öffnen, und das nicht nur in physischer Hinsicht, sondern vor allem in psychischer Hinsicht. Nur wenn mein Partner vom Kopf her "soweit" ist, dann kann er sich auch körperlich hingeben und öffnen, was bei dieser sexuellen Praktik natürlich von elementarer Wichtigkeit ist. Und nur wenn ich die Stimmung im Vorfeld auf ein Niveau bringe, das keine unvorhergesehene und unangenehme Überraschung bereithält, kann ich beginnen.

Eine oft gestellte Frage: Kann der Schließmuskel bei dieser Sexualpraktik nicht stark ausleiern (Inkontinenz)? Aus eigener Erfahrung und in Gesprächen mit schwulen Freunden, die gerne fisten kann ich sagen: Diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt, was natürlich an der besseren Aufklärung zu diesem Thema in den letzten Jahren liegen kann. Ein Ganz-Arm-Fisting wird man nicht jeden Tag vollziehen, und bei "normalem" Fisting zieht sich der Schließmuskel normalerweise sofort wieder, manchmal nach einer Weile wieder zusammen. Inkontinenz, also eine bleibende Erweiterung des Schließmuskels habe ich noch nicht erlebt. Jedoch solltet ihr natürlich darauf achten, jeder Mensch ist anders, evtl. hatte ich nur "Opfer" mit gutem Muskelgewebe. Achtet einfach auf euch, wenn ihr das nicht eh schon tut!

Was gehört dazu?

Zeit! Fisten kann von ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern, je nach Pausen und Erholungsphasen die zur Entspannung und Beruhigung (Regeneration) benötigt werden. Erstmal sollte das Zimmer angenehm warm sein (nicht ZU warm, denn beiden wird es von selber warm, ob der Anstrengung), denn der Körper des gefisteten leistet eine ungeheuere körperliche Anstrengung (Schließmuskel), wobei ihm als natürliche Folge durch Schwitzen wiederum schnell kalt wird. (Der ein oder andere wird es evtl. kennen, wenn der Stuhl zu hart ist und durch den Darmtrakt und Schließmuskel gleitet...dann hat man schnell mal Gänsehaut und es ist einen kurzen Schauer lang kalt). Als Tip: Heizdecke unter das Laken - das ist für den Passiven Part sehr angenehm und dem Aktiven rinnt nicht der Schweiß, was ablenkend und störend sein kann. Darüber ein Moltontuch, als rutschfeste und dennoch flüssigkeitsundurchlässige Unterlage.Ebenso wäre sinnvoll, T-Shirt und Warme Socken bereitzuhalten. Dann sollte man an Schutz und viel Gleitmittel denken!

Grundsätzlich sollte jedes Toy nur für ein und den selben Partner verwendet werden. Schutz in Form von Handschuhen (wobei es zu weitaus weniger Infektionsrisiko beim Fisten mit der bloßen Hand kommt, als früher angenommen, was aber auch an der besseren Aufklärung in den letzten Jahren liegen kann).

Hygiene: Die Fingernägel müssen vorher sehr kurz geschnitten, anschließend glatt gefeilt werden, sowie die Hände gewaschen und mit Bimsstein geschrubbt werden (ja, auch trotz Handschuhen)!

Einwandfreie Prüfung geht so: die Nägel und Fingerspitzen an den Lippen des Mundes und der Zunge entlang streifen, so bekommt ihr jede noch so kleine Kante oder Unebenheit noch mit. Klar sollte sein, dass man sich während des Fistens nicht mit der Hand am Boden, oder Teppich abstützt, denn so gelangen kleinste Schmutzpartikel in den Darm (Staub), der ja durchs fisten gereizt und extrem empfindlich wird. Als Schutz vor Infektionsrisiken aller Art (HIV und ähnl.) rate ich auch bei nicht wechselnden Partner zu Latexhandschuhen. Größe beachten (!), denn selbst kleinste Falten scheuern dann im Darm, der ja empfindlich ist und stetig wird, beim fisten. Es gibt in Sexshops (meist in schwulen Sexshops) z.B. auch ellenlange Gummihandschuhe für den mehrfachen Gebrauch. Diese müssen natürlich IMMER gereinigt, und desinfiziert werden und dürfen NIE für verschiedene Fistingpartner benützt werden!

Die beste Stellung:

Dann sollte die Stellung beachtet werden. Manchmal auf Bildern sieht man folgende Szene: Arm ist am Ellbogen aufgestützt und Passiver hockt darüber um sich selber nach seiner (Aufnahme)bereitschaft langsam niederzulassen, am besten noch eine Frau in High Heels über einer Männerfaust... NONO! Bitte nicht so, denn diese Stellung sieht nur gut aus- weil martialisch und geile Optik! Die Gefahr, dass der Passive abrutscht, umknickt, das Gleichgewicht oder die Kraft verliert und es so zu schlimmsten und lebensgefährlichen Verletzungen des Darmes kommen kann (Darmriss) ist zu groß und unkalkulierbar.

Liegend auf dem Bauch (für bereits geübtere) mit Kissen unter dem Bauch, damit der Po etwas höher gelagert ist oder am angenehmsten für den Anfang in kniender Stellung, auf die Unterarme gestützt, also vorne eher nach unten gebeugt. (Anfänger) sind da schon weitaus geeignetere Stellungen. Bei letzterer hat der Passive nämlich noch die Möglichkeit der Hand nach vorne hin auszuweichen oder ihr entgegenzukommen.

Für den Sling ist die Rückenlage geeignet, wobei es hier auch einiges zu beachten gibt, was das Fisting zum Vergnügen und nicht zur Tortur werden lässt. Nur mal als Stichpunkte: Rutschfester Stand! Die Beine des Gefisteten erhöht und bequem fesseln, damit er sich darauf nicht auch noch konzentrieren muss und Kraft braucht.

Auch der Aktive muss einen sicheren Stand haben, nicht in Gefahr kommen können auszurutschen (Gleitmittel am Boden z.B.!). Ein Teppich als Unterlage - auch mit Laken abgedeckt ist in Ordnung und muss nicht gleich hässlich aussehen - ist das beste, denn wer stellt es sich schon schön vor, wenn die Wohnung mit kleinen Wegen aus Zeitungspapier ausgelegt ist, das dann auch noch raschelt und bei jedem Schritt an den Schuhen kleben bleibt....super erotisierend! *lach* . Ich selber habe angefangen: das "Opfer" auf dem Bett liegend, und ich davor sitzend und kniend. Es gab so niemals eine bedenkliche Situation und ich hatte auch alles gut "im Griff", ebenso war genug Platz, um alles auf dem Bett griffbereit zu haben.

So - die kleinen und großen Vorbereitungen sind getroffen, ihr habt es warm ,es stimmt alles, schöne Beleuchtung, angenehme Musik, ausreichend Getränke (der Gefistete hat danach oft großen Durst), kleine Leckereien zu Essen für dazwischen und danach, ihr seid nüchtern, vertrauensvoll, geil...und habt auch für den Moment des Abbruches ein Codewort vereinbart. dazu aber am Ende noch etwas SEHR wichtiges!

Wie geht´s ? (technisch):

Zuerst (ob mit oder ohne Handschuh, das ist nun eure Sache) natürlich VIEL Gleitmittel (darauf achten, dass es sich mit Gummi verträgt) auf Po, Anus und die Hand, den Arm (mehr ist hier ausnahmsweise mal besser, ihr lest gleich, warum), spielerisch und sanft mit dem Finger vorfühlen. Streicheln. Auch Rimming ist hier eine schöne Art mein Gegenüber auf das kommende Erlebnis einzustimmen, natürlich eher VOR dem Gebrauch des Gleitmittels.

*Zwischenruf*: Ich höre manche SMler schon nörgeln, aber hier spielt es für MICH keine Rolle, ob der Aktive oder dominante Part Rimming "machen darf" oder nicht - das ist eine Diskussion, die ich in diesem Zusammenhang überflüssig finde, denn was ICH meinem Partner bei der folgenden Praktik abverlange hat jede Liebkosung in diesem Moment verdient, die es meinem Partner erleichtert, sich hinzugeben und sich zu öffnen, geil zu werden! *Zwischenruf Ende*

Zuerst dringt ein Finger ein, streicht innerhalb des Schließmuskels entlang und streichelt den Darm. Ihr könnt immer am Schließmuskel SEHEN, wie weit euer Partner ist, wie es ihm/ihr geht. Ich persönlich beginne am liebsten mit dem Mittelfinger, aus praktischen Gründen. Auch Dildo´s sind zum Dehnen geeignet.

Die Finger spielen zärtlich mit der Rosette und dringen sanft nacheinander ein. Beim Fisten SIEHT der Aktive an den Bewegungen der Rosette ganz genau, wie weit sein Partner ist, wie es ihm geht. Allein das Öffnen des Schließmuskels ist manchmal bereits so erregend, dass es genügt, mit den 4 Fingern zu spielen und zu fisten. Bei Anfängern genügt das voll und ganz und es wird damit "gespielt". Danach kann man versuchen auch den Daumen einzuführen, was sehr schwer ist, denn jetzt nimmt der Partner nicht nur den Daumen mit auf, sondern bereits die gesamte Knöchelbreite muss die Rosette passieren. (Spielen, langsam, immer wieder etwas versuchen, solange es ein geiles Gefühl ist) Ist das gelungen kommt gleich ein nächster, sehr sensibler Moment: Auf Höhe der Handwurzeln (noch VOR dem Handgelenk!) stoßen die Fingerspitzen an die Kohlrausch´sche Falte. Hier macht der Darm einen Knick. HIER IST größte VORSICHT & DISZIPLIN und LANGSAMKEIT geboten - von BEIDEN, denn der Passive hat auch ein ungewohntes, extremes Gefühl, wird evtl. nervös, zappelig, wuschig, und muß dennoch ruhig bleiben (liebevolle Worte helfen, manchmal auch die Erklärung, was man gerade fühlt, macht...gerade wenn es das erste mal für den Passiven ist)! In der Kohlrausch´schen Falte ist aufgrund der anatomischen Gegebenheit die Verletzungsgefahr am größten!

Der Sklave hat einen Dildo im Arsch Weiter sollte die Hand langsam am Rückgrat entlang und dann sanft in Richtung Bauchnabel geknickt werden. Ihr merkt jetzt, warum absolut sicherer Stand und sicheres Liegen von Nöten ist, denn das Gefühl und das Bewusstsein, den Arm schon bis zum Handgelenk in sich zu haben, machen dermaßen empfindlich und wer jetzt Angst bekommt, unsicher ist, der neigt zu Bewegungen und Hampeln.

Die Kohlrausch´sche Falte kann und muß - ebenso wie der Schließmuskel- langsam gedehnt werden und wenn das funktioniert, dann ist die Hand bereits aufgenommen. Geht es noch weiter, dann muß man wissen, dass der Darm nicht gerade verläuft (Info: Ein Erwachsene hat 8 Meter und mehr im Bauchraum, die müssen irgendwo hin!). Er macht einen Linksknick und verläuft dann weiter in einer Art Schlinge/Schlaufe. Ist man aber bis hierher gekommen und macht langsam (IMMER ALLES LANGSAM MACHEN!) weiter, dann legt sich der Darm um den Arm, er stülpt sich fast darüber, zumindest fühlt es sich bei mir so an. Wisst ihr jetzt, warum ich vorhin schrieb: zuviel Gleitmittel ist nie zuviel! Bei einer ausgedehnten Fistingaktion muss schon mindestens eine halbe, große Tube oder Dose Gleitmittel verbraucht sein, sonst hab ihr unsinnigerweise gespart. Eine Handvoll mehr Gleitmittel wirkt auch beim Eindringen und "fortfahren" manchmal Wunder!

Der Arm ist drin... ihr fühlt euren Partner atmen, spürt jede Muskelbewegung und habt das Gefühl, das Herz in der Hand zu halten. Es pocht in eurer Hand, erst schnell, dann langsamer, denn die Sicherheit wird grösser, ihr beide beruhigt euch, gewöhnt euch beide an die Situation, das Gefühl zu nehmen und genommen zu werden, ihr genießt beide die Verbundenheit, Innigkeit - und plötzlich kommt das Codewort aus dem Mund des Geliebten!

Abbruch und/oder Beenden:

Panik...WAS TUN? NIEMALS schnell die Hand entfernen! Darmriss, Vergiftung, Tödliche Verletzung kann die Folge sein! RUHIG bleiben, die Hand langsam wieder herausgleiten lassen(man muss nicht ziehen, gleiten ist weniger anstrengend, für beide). Den Partner beruhigen und darauf hinweisen, dass er RUHIG liegen bleiben MUSS, streicheln mit der andere Hand ist sinnvoll, vielleicht auch fesseln des Partners (ja, natürlich vorher *lach*), je nachdem, was mein Gegenüber verträgt, auch rüde, weil in dem Moment dominant gemeinte, Zurechtweisung ist erlaubt, alles was meinen Geliebten in dieser Situation zur Ruhe anhält, um jegliche folgenreiche Verletzung zu vermeiden! Was muss, das muss! Natürlich muss ich mein Gegenüber dazu schon recht gut kennen, aber ich vermute mal, einen Fremden will man ja nicht unbedingt fisten - ich zumindest nicht :-).

Auch wenn ihr ohne Codewort euren Geliebten wieder verlasst, tut es sorgsam und langsam. Jedwelches Gestammel und unartikulierte Laute des Passiven nach einer Fistingsession sollen euch nicht nur zum Lachen anregen, sondern ihr nehmt euren Partner in den Arm, wärmt ihn,zieht ihm etwas an, gebt ihm zu trinken, fangt ihn ganz einfach nur auf. Vielleicht regt euch das konfuse Gebrabbel ja auch zur nächsten Tat an...:-)

Zu guter Letzt:

Verletzungen: Es ist nicht auszuschließen, dass es erst mal kleinere Verletzungen gibt. Entweder an der Rosette (Riss) oder auch im Darm. Wenig und helles Blut ist nicht bedenklich. Bei Schmerzen IMMER zum Arzt. Auch bei dunklerem Blut SOFORT ins Krankenhaus, denn eine Verletzung des Darmes bemerkt man körperlich erst, wenn es fast zu spät ist! Bei Riss in der Ampulle dauert es nur Minuten bis zum Kollaps.

Außerdem solltet ihr bei jeglicher Unsicherheit den Arzt eures Vertrauens aufsuchen und ihm auch berichten, was ihr gemacht habt! Falsche Scham ist hier am falschen Platz - und seid euch gewiss, jeder Arzt mit etwas Praxiserfahrung hat mehr gesehen und gehört, als ihr euch nur vorstellen könnt! Achtung natürlich auch bei Hämorriden (innen oder außen liegenden ist egal). Ich selber kann euch über Hämorriden auch nur erzählen, was ich vom Arzt und aus dem Internet weiß, deshalb hier mal keine Abhandlung darüber.

Eigenverantwortung habt Ihr selber und auch wenn ich euch hier etwas über das Fisten aus meiner Erfahrung heraus geschrieben habe, ist das noch keine 100%ige Anleitung. Der Körper des Menschen birgt immer Überraschungen (z.B. Darmgeschwür von dem keiner von euch weiss?), und vor Risiken und Nebenwirkungen kann ich euch nur warnen, die Verantwortung habt einzig und alleine ihr für euer Handeln.

Es grüsst Euch
DIE PRINZIPALIN   

Bondage - Die Kunst des Fesselns

OK, was ist überhaupt "Bondage"? Wie gesagt: Ein Partner (der Top) schränkt den anderen (Sub oder Bottom genannt) - mit dessen Einverständnis natürlich - zu erotischen Zwecken in seiner Bewegungsfähigkeit ein. Dafür gibt es eine Menge an Hilfsmitteln: Handschellen, Lederfesseln, Zwangsjacken, etc. Aber wenn man von "Bondage" im engeren Sinne spricht, meint man eigentlich immer "Bondage mit Seilen".

Warum Bondage?

Seile für Bondage Wer das ernsthaft fragt sollte den Artikel vielleicht überspringen - oder einmal einer Bondage Session zuschauen. Vielleicht so viel: Sich innig miteinander beschäftigen, sich vertrauensvoll in die Hände des liebenden Partners begeben, Reduktion auf das eigene Empfinden, Urlaub von der Selbstkontrolle, hilflos, aber umsorgt abschalten dürfen, unausweichlich (in diesem Sinne des Wortes) von kundiger Hand in die Ekstase geführt werden, Entschweben, Trance - und auf der anderen Seite Macht, Freude am Können, Freude am Genuß des Sub, … das und vieles mehr wird man von Bondage-Fans hören. Und es wird für jeden etwas unterschiedlich sein. Kommen wir schon zum ersten Stichwort - vielleicht zum Wichtigsten:

Kicks: Damit eine Bondage-Session schön und geil wird, müssen wir wissen, worum es Sub (und auch Top) geht. Um Fesseln und Seile? Nicht in erster Linie, denn eigentlich geht es um Gefühle. Um welche? Das ist der Punkt. Es gibt nämlich sehr viele unterschiedliche Kicks und die bedient man natürlich auf unterschiedliche Weise. Diese Kicks gilt es herauszufinden. Und zu kennen. Unerlässliches Hilfsmittel dabei: Reden, reden, reden. Vorher und nachher. Selbst beim gleichen Partner müssen es nicht jeden Tag die gleichen Kicks sein. Und mehr als einer ist es sicher auch. Die wichtigsten sind:

  • Auslieferung, Überraschung:

  • Ja, es ist schon ein Kick, nicht zu wissen was kommt. Allen Phantasien und Einfällen des Partners hilf- und wehrlos ausgeliefert zu sein. Gefühle zwischen Erwartung und gruselig-schöner Angst treiben Blut in relevante Körperregionen. Das Abgeben der Initiative ist hier der Kick und die Phantasie des Top ist gefragt, um die Spannung nicht abreißen zu lassen.

  • Kontrollverlust, Enge, Trance:

  • Hier genießt Sub den Verlust der Kontrolle, die Reduktion der Sinneseindrücke, die Bewegungsunfähigkeit, ein besonderes Körpergefühl. Der Blick kehrt sich nach innen, läßt Sub in innere Welten abtauchen. Das werden wir vor allem mit wirklich engen (aber nicht schmerzhaften) (Ganzkörper-) Bondage-Techniken erreichen. Weitere Aktivität würde stören. Ruhe, wenig Licht, Augenbinden, Ohrstöpsel können diesen Effekt unterstützen.

  • Ästhetik:

  • Klar, hier kommt es aufs Aussehen an. Sub findet sich schön, lasziv, geil. Top findet das auch. Ein wirres Seilchaos, Augenbinden und Dunkelheit werden diesem Reiz stören. Hingegen werden schöne Körperformen betonende Symmetrien gut kommen. Genug Licht und Spiegel sind zu empfehlen. Kleidung, Farbe der Seile, etc. werden wichtig sein. Und unter Umständen braucht man gar nichts "fesseln" - ein schönes Ornament aus Seilen am Körper kann für diesen Effekt genügen.

  • Symbolik:

  • Verschnürungen können für die Partner auch Symbole sein - Symbole der Macht, der (lustvollen spielerischen) Unterwerfung, der Objekt-Werdung, etc. Symbole, die Gefühle auslösen. Es reicht vom aus Seilen gefertigten Halsband bis zum nutzbaren Gegenstand (Tische, Sessel,…) aus Sub und Seil.

  • Materialgefühl:

  • Unterschiedliche Seile machen - zusammen mit Enge - unterschiedliche Gefühle auf der Haut. Also kommt's aufs Seil an. Kleidung unterm Seil ist diesem Effekt eher abträglich.

  • Intensität:

  • Ach, auch ihr Partner windet sich gern in Ekstase? Sie bräuchten vier Hände um ihn festzuhalten, damit sie das mit ihm tun können was sie wollen (und er genauso)? Binden sie ihn doch an. Er wird's ihnen danken. Hier sind einfache, zugfeste Fesselungen in sicheren, geraden, unverkrampften Stellungen gefragt, in denen sich Sub auch beim heftigsten Winden nicht verletzten kann.

  • Sicherheit:

  • Ja, es gibt sie. Leute, die auf sehr heftige Praktiken stehen. Und da kann es mitunter eine Frage der Sicherheit sein, Sub entsprechend (sicher) zu fixieren. Wer zielt schon gern auf bewegliche Ziele?

Genug Kicks? Es gibt sicher noch mehr. Wir merken uns: Wichtig an einer Bondage-Session ist nicht das Seil, sondern welches Gefühl wir damit rüberbringen. Und wenn der Partner sagt "fessle mich", dann forsche man auch unbedingt noch nach dem "warum".

Die Bondage-Session

Gutes Bondage beginnt im Kopf. Wenn in der U-Bahn jemand versonnen durch Sie hindurchsieht - vielleicht tüftelt er gerade an einem besonders komplizierten Seilverlauf. Nichts gegen Spontan-Sessions (wenn man's kann), aber Seiltechnik, Ablauf, Umgebung, Licht,… vorher zu durchdenken hat sich bewährt. Es hat ja keinen Sinn, wenn man kunstvoll verschnürt, was man im nächsten Augenblick zugänglich braucht.

Extrem wichtig auch die Zeit. Was 10-20 min lang geil ist, ist vielleicht länger unerträglich und sicher nicht mehr erotisch (ich kenne niemanden mit einem "Eingeschlafene-Hände"-Fetisch). Eine Uhr aufzustellen, um irgendwie eine Schätzung zu haben ist nicht verkehrt.

Leider kann auch der beste Plan sich spontan als unpassend erweisen. Wenn die Stimmung nicht rüberkommt, gilt es, rechtzeitig die Kurve zu kratzen und zu improvisieren. Es muß ja nicht gleich ein dramatischer Abbruch sein. Der Satz "aber reiß' Dich doch zusammen" bzw. ein stures Festhalten am Konzept turnt jedoch extrem ab.

Aber nehmen wir an, es ist alles so schön und geil wie geplant. Irgendwann müssen wir dann doch aufhören. Dann ist nach dem (rechtzeitigen) Aufknoten das zärtliche Runterholen, Auffangen, Ausklingen-Lassen der Trance, Kuscheln, emotional Füreinander-Da-Sein, etc. unverzichtbarer Bestandteil (fast) jeder Bondage-Session. Und Vorsicht: Manche Subs schätzen es gar nicht, zu schnell ausgewickelt zu werden. Sie zum Ausklang in ein bequemeres Bondage zu verlegen kann die Stimmung retten. Nochwas: Erwarte nicht von einem nach einer Session noch glücklich-trancig schwebenden Sub einen sofortigen Kommentar. Die Frage "Und? Wie war's?" ist in diesem Zustand echt nervig. Über Sessions Reden ist extrem wichtig, aber das hat schon 1-2 Tage Zeit.

Wir merken uns: Im Mittelpunkt einer Bondage-Session steht Sub. Und nicht das Seil, und nicht das Skript, und nicht das Publikum, und nicht die Performance und schon gar nicht die Selbstherrlichkeit des Top. Alles klar?

Braucht das nicht Jahre, bis man das kann?

Sicher. Viele Bondage-Könner üben ihre Passion seit vielen Jahren aus. Deren Techniken kann man nicht in einer Stunde lernen. Aber die haben auch alle einmal angefangen. Einfache Hand- und Fußfixierungen hat man bald drauf. Einfache Körperbondage-Techniken auch. Und der Rest ist lustvolles Lernen und Experimentieren. Es ist schon wahr: Übung macht den Meister. Aber der Weg dahin kann viel Spaß machen.

Wichtig ist, daß man das, was man sich vornimmt, auch kann und beherrscht. Ein einfaches Bondage, souverän geknotet, wirkt (auf Sub) sicher besser als ein hilfloses Gefummel mit sehr viel Seil und zweifelhaftem Ausgang.

Hilfe, ich kann keine Knoten!

Die kann man lernen. Und so viele sind es gar nicht. Für einfache Bondage-Techniken braucht man ein, zwei Knotentechniken. Und selbst für komplizierte Aktionen kommt man mit einem halben Dutzend Knotentechniken aus. Aber auf die Knoten allein kommt es gar nicht an. Die Ausführung einer Fesselung, die Verteilung des Zugs und der Last am Körper, die Gleichmäßigkeit von Wicklungen, etc., das sind viel wichtigere Aspekte.

Deshalb muß man die paar wenigen Knoten, die man braucht, schon im Schlaf beherrschen. Ein "Verdammt, wie geht denn der $%^&*-Knoten" kommt in einer Session einfach nicht sehr toppig rüber. Knoten verhalten sich zu Bondage so wie Buchstaben zu Literatur. Man braucht sie, aber sie sollten nicht (mehr) im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Sicherheit, Notbefreiung:

"Bondage" ist keine "Extremsportart" und sicher nicht extrem gefährlich. Aber es gibt ein paar wichtige Grundregeln: Daß man einen hilflos gefesselten Sub nicht alleine läßt! Und dass man als Top stets einen Plan im Kopf hat, wie man Sub wenn noetig rasch wieder befreien kann!

Warum? Es sind schon Menschen an einer eingeatmeten Daunenfeder erstickt. Und Kreislaufprobleme und Ohnmacht passieren tatsaechlich relativ haeufig. Ohne Befreiung in Minutenschnelle besteht Lebensgefahr - während das ganze ziemlich harmlos ist, wenn man Sub rechtzeitig losgebunden hat.

Deshalb sollte man fuer den Notfall unbedingt Messer, Gurtschneider, Verbandsschere oder ähnliches bereit haben. Bitte vorher probieren, ob das Ding auch die verwendeten Seile schneidet! Und Vorsicht: Nicht immer ist das rasche Durchschneiden von Seilen eine gute Idee. Wenn Sub in einem solchen Fall mit viel Last in die übriggebliebenen Seile fällt, können ernsthafte Verletzungen entstehen. Es sollte auch der "Notbefreiungsplan" wohldurchdacht sein!

Woher kommt überhaupt "Bondage"? Was sind die Vorbilder?

Eigentlich hat jeder Bondage-Top seinen ganz eigenen Stil, seine ganz eigenen Grundmuster, die er ähnlich wie die Phrasen und Akkorde eines Jazzmusikers auf immer neue Weise kombiniert. Aber im wesentlichen gibt es zwei historische Quellen bzw. Stile.

Auf der einen Seite den amerikanisch-europäischen Stil, wie man ihn aus den "Bizarre"-Magazinen der 40er und 50er Jahre, den Comics von John Willie, den Produktionen von Harmony Productions und vielen anderen Publikationen kennt. Eher zweck-orientiert (also zur Fixierung), einfache Stellungen, Synthetik-Seile, wenige Knoten, dickere Seile, … kennzeichnen diesen Stil. In der Frühzeit mußte man die Bilder gefesselter Personen mit dem Titel "Don't let this happen to you - learn Jiu-Jitsu" vor der Zensur bewahren - daher die Zweckmässigkeit.

Auf der anderen Seite der japanische Stil - entwickelt aus einer uralten Kriegskunst der Samurai - der sich durch kunstfertige, komplizierte, ästhetische Arrangements auszeichnet. Hier ist es eher das Ziel, Skulpturen aus Körper, Seil (und Gefühl) zu schaffen. Man beschränkt sich auf Hanf und Naturmaterialien. Es fehlen Fetisch-Elemente wie Latex und Stahl zugunsten von Kimonos, Bambus und Reisstroh-Matten. Heute beginnen diese Stile offenbar zu verschwimmen. Es lebe die Kreativität.

Gefahren?

Wie gesagt, "Bondage" ist sicher nicht extrem gefährlich. Ein paar Grundregeln und etwas Hausverstand reichen im Allgemeinen aus. Aber die verschiedenen Gefahren sollte man dennoch kennen und wissen, wie man sie in den Griff kriegt? Vorsicht ist besser als Nachsorge, klar? Hier eine Liste von möglichen Problemen bei Bondage-Sessions:

  • Gefühllosigkeit, kalte Gliedmaßen:

  • Ist wohl jedem schon passiert, daß eine Hand oder ein Fuß einschläft. Nicht sehr gefährlich, aber ziemlich abturnend. Rechtzeitiges Feedback des Sub und regelmäßiges Kontrollieren der Temperatur (von Hand oder Fuß) durch Top sind wichtig. Abhilfe: Aufknoten und Stellung wechseln.

  • Muskelschmerzen:
  • Entstehen durch ungewohnte Stellungen. Auch nicht schlimm. Ist eine Trainingsfrage und eine Frage der Dauer eines Bondage.

  • Verbrennungen:

  • Zu schnell über die Haut gezogene Seile können (kleine) Verbrennungen verursachen. Autsch. Eventuell mit Brandsalbe behandeln, oder einfach heilen lassen. Und beim nächsten mal die Seile langsamer durchziehen.

  • Schäden an Nerven und Gefäßen:

  • Im Ernst. Es haben sich Leute schon durch unsachgemäßes Bondage dauerhaft Nerven beschädigt. Es geht schnell und man spürt es kaum. Und nicht immer kommt das Gefühl auch wieder zurück. Vor allem das Handgelenk ist dafür empfindlich. Ein (auf Dauer) gefühlloser Daumen ist eine unerfreuliche Sache, die man sich wirklich ersparen kann. Abhilfe: Ordentliche Bondage-Technik.

  • Kreislaufprobleme, Ohnmacht:

  • Eine wirklich nicht zu unterschätzende Gefahr. Ein Ohnmächtiger, der (aufrecht) gefesselt bleibt, ist in Lebensgefahr. Das ist keine leere Warnung, solche Kreislauf-Aussetzer passieren wirklich. Fast alle Bondage-Freaks können von solchen Erlebnissen berichten. Oder kennt wer eine Party mit guter Luft? Nur wenige Minuten stehen zur Befreiung zur Verfügung. Da machen sich Panikhaken, Sicherheitsknoten, etc. bezahlt.

    Wenn die Befreiung gutgeht ist es harmlos: Beine hochlagern und in einigen Minuten lacht man darüber. Wenn nicht, kann's tödlich enden. Also bitte aufpassen und wissen wie das Bondage wieder aufgeht. (siehe Notbefreiung) Und ein Alleinlassen von Sub ist nicht. Klar. Noch was: Wenn Sub sein Unwohlsein rechtzeitig meldet, kann er Tops Leben um vieles leichter machen. Falscher Ehrgeiz ("g'rad jetzt wo's so schön ist") ist unangebracht.

  • Verschlucken, Ersticken, Atemnot:

  • Die erstaunlichsten Gegenstände können in die Atmung geraten: Polster, Decken, in der Luft schwebende Federn, etc. Und extremere Stellungen können schon an sich das Atmen auf Dauer bis zur Unmöglichkeit erschweren. Klarerweise ist ein Sub, der keine Luft kriegt, in Lebensgefahr und sofort zu befreien. (siehe Notbefreiung) .

  • Zerrungen, Luxationen:

  • Man kann sich schon das Kreuz verreissen, die Schulter auskegeln oder mehr, wenn man sich unkontrolliert-heftig in ein (dafür ungeeignetes) Bondage fallen läßt. Also: Heftige Stimulation und extreme Stellungen vertragen sich nicht. Dasselbe kann passieren, wenn plötzlich ein Knoten aufgeht oder ein Seil reißt. Daher: Technik beherrschen.

  • Krämpfe:

  • Unangenehm und sehr schmerzhaft. Man kann vielleicht auf die Ernährung schauen (Salze, Elektrolyte), genug Trinken, oder so. Und wenn's passiert, schnell befreien. Sonst ist gegen Krämpfe wenig zu machen.

  • Emotionale Probleme, Panik:

  • Auch nach der sorgfältigsten Vorbesprechung kann plötzlich irgendwo aus den Tiefen der Psyche ein höchst ungeiler Anfall von Platzangst oder Panik auftauchen und die erotische Stimmung beenden. Sofortige Befreiung ist angesagt. Und danach ist Top gefragt, einen weinenden, schreienden oder panisch-zitternden Sub entsprechend aufzufangen und (psychisch) zu betreuen. Vorwürfe sind jetzt völlig fehl am Platze. Eher hilft Drüber-Reden und Zärtlichkeit. Wer dazu nicht bereit oder in der Lage ist, sollte seine Finger von Bondage lassen. Und: auch für den Top kann so etwas traumatisch sein.

OK, und was für Seile nehme ich?

Geschmäcker sind verschieden. Allgemeine Empfehlung gibt's nicht. Und immer wieder wird man ein anderes Lieblingsseil wärmstens empfohlen bekommen. Ich selbst bevorzuge die weißen weichen Synthetik-Seile (aus Polypropylen oder ähnlichem, geflochten, ohne Kern) wie es sie in den meisten Baumärkten zu kaufen gibt. Die sind relativ billig, weich, fest (Reißfestigkeit ist an den Regalen angeschrieben, bewegt sich aber im 100e kg- Bereich), waschbar (in der Waschmaschine) und die Knoten gehen relativ leicht wieder auf. Es gibt allerdings große Unterschiede von Bauhaus zu Bauhaus und sogar von Lieferung zu Lieferung.

Die Unterschiede bestehen in der Art der Flechtung und deren Härte. Ein wenig Suchen nach dem angenehmsten Seil lohnt sich daher sehr. Und sich beim nächsten Fest zum Vergleich die Lieblingsseile der anderen zeigen lassen, ist auch eine gute Idee.

Hanfseile haben aufgrund von Härte, Rauheit, Farbe und Geruch ein ganz eigenes Flair. Hanfseile muß man mögen, sie sind aufgrund der schwierigeren Handhabung eher etwas für den Könner. Ausserdem haben Hanfseile einen ziemlich starken Eigengeruch,der nicht jedermanns/fraus Sache ist und fasern sehr (also nicht im Bett probieren). Ob man findet daß sie gut aussehen ist Geschmackssache. Ich mag eine gelegentliche Hanfseil-Session sehr, aber es ist eher nichts für alle Tage.

Bergsteigerseile und Reepschnüre aus dem Klettergeschäft sind durch ihre Kernmantelkonstruktion zu steif und zu hart. Ausserdem recht teuer. Und im Segelladen gibt's so viele verschieden Seil-Arten, daß man da schwer etwas Allgemeines sagen kann. Ist aber auch eher obere Preisklasse, dafür gibt's diese Seile in den buntesten Farben - wenn das jemand mag.

Viele Bondage-Fans haben sehr gerne Baumwollseile. Ich mag Baumwollseile nicht, aber bitte, jedem das seine. Übrigens bieten auch Sexshops (zu völlig überteuerten Preisen) Bondageseile - meist aus Baumwolle - an. Ungeeignet, ja gefährlich sind jedenfalls Draht, Stahlseile, Wäscheleinen, Seidenschals und Damenstrümpfe. Die zwei letzteren, weil sie sich gefährlich zusammenziehen und einschneiden und die Knoten nach Belastung nicht mehr aufgehen.

An Seilstärken verwende ich 12mm, 10mm, 8mm und 6mm. 12 mm und 10mm Seile nehme ich für Suspension-Szenen (also wo Sub nur mehr hängt), weil sie weniger leicht einschneiden. Da darf man sowieso kaum Knoten verwenden, weil die an der falschen Stelle sehr weh tun. Aber Suspension ist eher nichts für Anfänger, weil schwierig und nicht ungefährlich - bitte ein paar Jahre üben vorher.

10mm-Seile eignen sich auch für einfache Aktionen in eher europäischem Stil (also ohne viel Knoten). Die 8mm verwende ich am häufigsten: Sie dienen z.B. für Körperkorsetts mit mehr Knoten und sonst noch alles mögliche. Die 6mm nehme ich zum Häkeln (eine ganz spezielle Technik, wo technisch bedingt sowieso immer zwei Seile parallel laufen). Aber Vorsicht: 6mm ist schon recht dünn! Auf so ein Bondage sollte nicht zu viel Zug kommen und der sollte gut verteilt sein. Längenempfehlungen für Seile sind schwer zu geben, weil ebenfalls Geschmacks-sache. Ich habe Seile von 2m (für einfache Hand- oder Fussfixierungen) bis 25m (für komplizierte Körperschnürungen und zum Häkeln) in Gebrauch.

Vielleicht ein Vorschlag für eine Grundausrüstung: zweimal 5m, einmal 10m, einmal 15m Seil, Stärke 8mm. Aber wie gesagt: Geschmackssache.

Ein paar Praxistipps:

Seile werden durch Waschen in der Waschmaschine (30 Grad) weicher, aber auch kürzer (ca. 10%). Wenn man an den Seilenden passende Markierungen anbringt, die die Länge des Seils anzeigen, tut man sich viel leichter, eine Schätzung für die richtige Seillänge zu kriegen und (wenn's einmal schnell gehen muss) das richtige Seil zu finden.

Als Abschluß und Zusammenfassung, die 10 Bondage-Gebote:

  1. Beherrsche Deine Technik.
  2. Nicht zu eng, ein Finger sollte immer drunterpassen.
  3. Achte auf die Zeit.
  4. Kenne Deinen Top (und seine Fähigkeiten). Kenne Deinen Sub. Kenne Dich selbst.
  5. Vorher reden (oder sich sehr gut kennen).
  6. Codewort oder -signal zum sofortigen Abbruch vereinbaren.
  7. Kein Druck auf den Puls oder auf der Innenseite der Gelenke.
  8. Die Vorderseite des Halses ist für Seile tabu.
  9. Messer oder Schere (und Konzept) für Notbefreiung bei Hand haben!
  10. Niemals eine gefesselte Person alleine lassen.

SM elektrisierend

TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) wird seit vielen Jahren erfolgreich bei der Behandlung von Schmerzen eingesetzt, da durch gefahrlose elektronische Reize bei der Anwendung körpereigene schmerzausschaltende Systeme aktiviert werden. Darüber hinaus hat sich die dem TENS verwandte EMS ( Elektrische Muskelstimulation ) beim Muskeltraining und der Bindegewebsstraffung bewährt.

ein handelsübliches T.E.N.S. Gerät Frequenz und Impulsintensität lassen sich bei den angebotenen Steuergeräten stufenlos individuell einstellen. Je nach gewählter Intensität erzeugen hohe Frequenzen unter den Elektroden ein Kribbeln, das sich bis zum heftigen Vibrieren steigern läßt. Niedrige Frequenzen bewirken dagegen sanfte bis starke Muskelzuckungen.

Diese Effekte eignen sich, bei entsprechender Wahl und Plazierung der Elektroden, hervorragend zur sexuellen Stimulation. Dabei werden Gefühle erzeugt, die nahezu unbeschreiblich sind, weil sie völlig ungewohnt und mit kaum etwas anderem verglichen werden können.

Elektroden am Penis und Hodensack bewirken bei niedrigen Frequenzen beispielsweise ein Klopfen an Schaft und Hoden, das am ehesten mit den dumpfen Schlägen eines kleinen Gummihammers beschrieben werden kann. Bei höheren Frequenzen fühlt man starke Vibrationen, die in ein extrem erregendes "Ameisenlaufen" übergehen.

Experimentierfreudige Leute finden rasch Geräteeinstellungen heraus, die so lustintensiv sind, daß der Körper über eine geraume Zeit im Zustand unmittelbar vor Einsetzen des Orgasmus gehalten wird.

Geeignete Zonen für die sexuelle Elektrostimulation sind zum Beispiel

  • die Eichel und der Eichelkranz
  • die Mitte des Penisschafts
  • die Peniswurzel
  • der Hodensack unmittelbar über den Hoden
  • der Dammbereich
  • der Schließmuskel
  • die Prostata
  • Pobacken und die Innenseite der Oberschenkel
  • die großen und kleine Schamlippen bei Frauen (Standardelektroden)
  • die Scheide (Elektro-Dildo)

Die Größe der Elektroden hat einen erheblichen Einfluß auf die Wirkung der Elektrostimulation. Bei größerer Elektrodenfläche wird der Effekt in tieferen Hautschichten wahrgenommen, nimmt aber gleichzeitig in seiner Wirkung ab. Daher spürt man bei unterschiedlichen Elektroden bei der kleineren die stärkste Reizung. Diesen Umstand kann man sich gezielt zunutze machen: Da Penis und Hodensack in etwa gleich stark auf Elektrostimulation reagieren, wählt man für den Hodensack die Elektrode mit der größeren Oberfläche, für den Penis die kleinere, damit dort die Gefühle am intensivsten sind.

Mit zunehmender Erektion steigt auch das Feeling; die Empfindung ist beim voll erigierten Penis am stärksten. Da der Körper mit zunehmender sexueller Erregung  schmerzunempfindlicher wird, sollte man die Stromstärke entsprechend langsam steigern, damit man für den Höhepunkt noch genügend Spielraum  hat.

Jeder empfindet Elektrosex anders, deshalb muß man erst einmal einige Geräteeinstellungen durchprobieren, bis man die optimale Stimulation für sich entdeckt hat. Und bevor man zu Partnerspielen übergeht, sollte man selbst erst einmal herausfinden, wie weit man gehen kann. Denn die Geräte sind in ihrer Leistung so ausgelegt, daß eine Gratwanderung zwischen Lust und Schmerz möglich ist. Nicht zuletzt deshalb eignet sich die Elektrostimulation auch zu phantasievollen S/M- und Bestrafungsspielen.

Bevor man mit einer Session beginnt, sollte man Gerät, Elektroden und Anschlüsse prüfen. Die Elektroden müssen richtigen Kontakt mit der Haut haben, sonst kommt es zu eher unangenehmen Gefühlen wie Zwicken oder Brennen. Die Verwendung von speziellem Elektroden-Gel (nicht mit wasserlöslichem Gleitgel zu verwechseln), zwischen Haut und Elektroden aufgebracht, sorgt für ausgezeichnete Leitfähigkeit.

Da durch die Elektrostimulation kräftige unwillkürliche Muskelzuckungen ausgelöst werden können, ist auf eine stabile Stellung bzw. Lage zu achten.  Auto- und Motorradfahren während der Elektrostimulation ist also genauso wenig drin wie das Bedienen von Maschinen oder sonstiger Tätigkeiten, bei denen es auf eine ruhige Hand und Feingefühl ankommt...

Ansonsten, ob allein zu Hause, im Hotelzimmer, am Computer beim Chatten oder Bildergucken, beim Telefonieren... der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und der Lust auch nicht. 

CBT (Cock and Ball Torture)

Einführung

Bei CBT handelt es sich frei übersetzt um die Schwanz- und Eierfolter. Sie wird von vielen Spielpartnern als sehr erregend empfunden. Gerade die Folterung des Schwanzes bringt vielen Spielern die höchste Erregung. Hierbei wird auch die Sparte des Kliniksex mit z. B. Harnröhrendehnungen angewendet. Andere Spieler finden die schmerzhafte Behandlung der Hoden als erregender. Hier werden meist die Hände benutzt, aber auch verschiedene Hilfsmittel kommen zum Einsatz.

Mögliche Foltervarianten, die von Sir Domino durchgeführt werden

Hilfsmittel zur Folterung

Als Hilfsmittel können hier z. B. dienen:

Die Eichel wird mit Schmirgelpapier mißhandelt 1. Lederriemen
Lederriemen werden zur Abschnürung von Penis und Hoden verwendet.
2. dünne und mittlere Schnüre
Sie werden bei der Folterung meist genutzt, um den Hodensack in die Länge zu ziehen.
3. Gewichte
Gewichte von 20g bis hin zu mehreren kg werden genutzt, um eine längerfristige Streckung des Hodensackes zu erreichen.
4. Nadeln
Ein sehr effezientes Mittel, im Penis und Hoden punktartige Schmerzen hervorzurufen.
5. Dilatoren
Dilatoren werden zur Dehnung der Harnröhre verwendet.
6. Paddel, Kochlöffel u. Ä.
Mit kleinen Schlaginstrumenten können Schläge auf Schwanz und Eier ausgeführt werden.
7. Cockringe
Diese Ringe haben um den Schwanz gelegt, die Aufgabe, den Penis länger erigieren zu lassen.

Ich weiß, diese Liste ist nicht vollständig. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, so dass eine vollständige Auflistung hier eindeutig den Rahmen sprengen würde.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung bedarf es nicht viel. Ein Partner mit entblößten Genetalien, Zeit und ein Plan, was gemacht werden soll.

Natürlich ist es für beide Spielpartner viel angenehmer, wenn die zu behandelnden Genetalien sauber sind. Dies ist auch eine Hygienefrage. Ein Einstieg in CBT könnte hier z. B. eine ausführliche Reinigung sein.

Die Genitalien bekommen die Härte der Folterung zu spüren Wenn der Plan steht, wie gefoltert werden soll, müssen logischerweise alle dafür notwendigen Hilfsmittel in greifbarer Nähe liegen. Das Spiel wird durch ständiges Hinauslaufen immer wieder unterbrochen, wenn der Top jedes Mal wieder einen neuen Gegenstand holen muss.

Die Schwanzfolter

Hier möchte ich mich etwas näher mit der Folterung des Schwanzes beschäftigen.

Du kannst deinen Partner zur Weißglut bringen, wenn du mit dem Massieren seines Schwanzes aufhörst, kurz bevor er zum Abspritzen kommt. Dein Partner wird es dir bei den ersten 4- oder 5-Mal noch danken. Doch danach wird er dich irgendwann anflehen, endlich abspritzen zu dürfen. Wenn dein Partner diesen "Koitus Interruptus" nicht kennt, solltest du dieses Spiel nicht zu lange spielen, denn in diesem Fall wird deinem Partner der Schwanz bereits nach einer Stunde Dauerfolterung sehr schmerzen. Dieser Schmerz kann so weit gehen, dass der Penis plötzlich erschlafft, weil die Schmerzen in ihm zu groß werden. Gönne deinem Partner ruhig das Vergnügen des Abspritzens. Lasse ihn nicht zu lange zappeln.

Wenn er allerdings bereits seine Erfahrungen mit der Penisfolter gemacht hat, ist es durchaus denkbar, dass er 2 oder 3 Stunden lang einen "Ständer" hat und ihn auch behält, bis er endlich abspritzen durfte. Doch intensiviere die Penisfolter nie länger als 3 Stunden, denn der Schwellkörper könnte u. U. Schaden nehmen (ständige Blutzufuhr).

Auch Nadeln, welche zuvor mit Alkohol gereinigt wurden, können für die Penisfolter eingesetzt werden.

Doch achte unbedingt darauf, dass die Nadeln nicht in den Schwellkörper plaziert werden, da hier bei der Entfernung der Nadeln Blut spritzen könnte.

Zur Schwanzfolter gibt es noch sehr viel zu erzählen, aber an dieser Stelle soll es das gewesen sein und widmen uns nun der

Hodenfolter

zu.

Die Hodenfolter erstreckt sich in den meisten Fällen auf die Streckung des Hodensackes sowie die gefühlvolle oder gewaltsame Quetschung der Hoden.

Aber auch die Hoden sind zu mehr zu gebrauchen, als nur für eine Quetschung.

Die Genitalien bekommen die Härte der Folterung zu spüren Wer seinem Bottom wirklich Schmerzen bis an den Rand der Bewusstlosigkeit zuführen will, erreicht dies durch vielerlei Taten.

Die Hoden sind das empfindlichste Körperteil eines Mannes. Schon ein geringer Druck auf die Hoden kann starke Schmerzen verursachen. Darum ist bei der Hodenfolter höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten. Wer beim Fußballspielen schon einmal einen Ball in die Genetalien bekommen hat, wird ein Klagelied von den Schmerzen singen können. Doch wer glaubt, hier am Ende seiner Schmerzempfindlichkeit angekommen zu sein, der irrt.

Leichte oder mittelschwere Schläge auf die Hoden mit einem Kochlöffel oder Paddel verursachen beim Bottom ungeahnte Gefühle der Geilheit. Der Schwanz wird dabei größer und größer. Irgendwann fängt er an, im Wege zu sein. Abhilfe schafft hier: fixieren des Schwanzes auf dem Bauch und der Weg zu den Hoden ist wieder frei.

Als Anfänger solltest du als Top jedoch mit deinen Händen die Hodenfolter durchführen. Du hast in deinen Händen wesentlich mehr Gefühl, als in einem Kochlöffel. Du kannst abschätzen, wie kräftig du seine Hoden drückst und kannst dabei sein Gesicht beobachten. Wenn das Gesicht deines Bottom schmerzverzerrt ist, er aber noch vor Geilheit stöhnt, hast du den Freibrief erworben, mit deiner Behandlung weiterzumachen. Fängt dein Bottom aber an, vor Schmerz zu schreien, solltest du dir überlegen, ob du deinen Druck auf seine Eier etwas reduzierst.

Wenn du bereits Erfahrungen mit der Hodenfolter hast, steht deiner Fantasie nichts im Wege, außer vielleicht die körperliche Konstitution deines Bottom.

Die Hoden sind zwar äußerst empfindlich, aber stets bereit, ungeahnte Schmerzbehandlungen zu ertragen.

Der Sack wird mittels Gewichten langfristig gedehnt. Er gewinnt an Größe und bietet den Eiern mehr Platz. Bei einigen Bottoms ist auch eine meßbare Verlängerung des Schwanzes sowie eine Vergrößerung der Hoden zu beobachten. Doch bis sich hier eine merkliche Veränderung bemerkbar macht, können mehrere Monate vergehen.

Wenn der Bottom noch nie ein Gewicht für längere Zeit am Sack tragen durfte oder musste, ist hier ein leichteres Gewicht von ca. 200g für den Anfang angebracht. Dieses Gewicht zieht den Hodensack nicht so stark nach unten, sondern formt den Sack mehr für weitere schwerere Gewichte.

Nach ca. 4 Wochen dauerhaften Tragens kann über ein schwereres Gewicht, vielleicht 400g, nachgedacht werden.

Beginnst du mit einem zu schweren Gewicht von 600g oder mehr und trägst dieses dauerhaft, wirst du einen ständigen unangenehmen Zug in den Lenden bemerken. Dieser Zug kommt daher, dass deine Hoden mit nach unten gezogen werden und die Samenleiter entsprechend mit verlängert werden. Hier ist bei einem zu schweren Gewicht die Gefahr sehr groß, dass die Samenleiter durchgerissen werden. Dies bemerkst du erst dann, wenn es zu spät ist.

Nachdem ein 400g Gewicht für einen Zeitraum von wenigstens 6 Wochen verwendet wurde, kann über ein Gewicht von 600g nachgedacht werden. Hier kommst du dann in den Gewichtsbereich, in dem der Hodensack merklich länger werden kann. Erfahrene Bottoms tragen meist ein 600g Gewicht tagsüber, während sie es nachts abnehmen. Nach weiterem langsamen herantasten können dann immer wieder größere Gewichte an den Sack gehängt werden.

Jedoch sollte bei 2kg (2000g) erstmal Schluss mit der Sackverlängerung sein, denn noch größere Gewichte über einen längeren Zeitraum sind definitiv nicht mehr praktikabel. Oder möchtest du ständig mit einem großen Klotz aus Metall in der Hose herunlaufen? Ich jedenfalls nicht.

Das soll es erstmal zum Thema CBT gewesen sein. Wer mehr von mir zu diesem Thema wissen möchte, kann mich gerne per e-Mail ausfragen.

Die Intimrasur

Viele Männer bevorzugen eine Kahlrasur im Intimbereich. Dies kann mehrere Gründe haben. Zum Einen fühlt man sich im Intimbereich sauberer, weil der entstandene Schweiß nicht in den Haaren hängen bleibt, zum Anderen erscheinen die Genetalien (Schwanz und Hodensack) nach der Rasur größer.

Warum Du dich für eine Intimrasur entscheidest, bleibt einzig und allein Dir überlassen. Doch beachte bei einer Rasur bitte folgende Punkte:

Naßrasierer und Rasierschaum 1. Lange Haare vorher stutzen
Lange Haare sollten vor der Rasur so weit wie möglich mit einer kleinen Schere gekürzt werden.
2. den richtigen Rasierer nutzen
die allseits beliebten Einmalrasierer sind wegen ihrer unflexiblen Bauweise und dem schnellen Abstumpfen der Klinge denkbar ungeeignet. Die Verletzungsgefahr bei Einmalrasierern ist sehr hoch.
Besser geeignet sind Nassrasierer mit auswechselbaren Klingen. Dabei achte stets darauf, dass du nur scharfe Klingen verwendest, denn stumpfe Klingen erhöhen die Verletzungsgefahr.
Wenn du auf mittelschwere bis starke Schmerzen stehst, kannst du auch einen Epilierer oder Wachs verwenden. Beide reißen das Schamhaar brutal aus. Das hat allerdings den Vorteil, dass auch die Wurzel mit ausgerissen wird und dadurch die nächste Rasur einige Wochen warten kann.
Um eine extreme Hautreizung zu vermeiden, unterlasse die Rasur mit einem Elektrorasierer. Die Rasiermesser eines Elektrorasierers rotieren so extrem schnell, dass sie innerhalb kürzester Zeit die Haut so sehr reizen, dass die entsprechenden Stellen schon während der Rasur zu schmerzen beginnen.
3. Haut immer straff ziehen
Beim Rasieren achte darauf, dass du mit einer Hand die Haut insbesondere des Hodensacks stets straff anziehst. Ansonsten könntest du dich durch die vorhandenen Falten im Sack verletzen. Um dich am Penisansatz (Peniswurzel) richtig zu rasieren, ziehe auch hier die Haut straff. Dies erreichst du, wenn du den Penis in die entgegengesetzte Seite ziehst. Dadurch strafft sich die Haut auf der zu rasierenden Seite.
4. Deine Haut ist etwas Besonderes
Jeder Mensch hat einen anderen Hauttyp. Wenn sich deine Haut nach der Rasur lederartig anfühlt oder trocken, so kannst du sie mit einem Pflegeöl (z. B. Babyöl) einreiben. Auch pflegende Salben mit Kamille sind zu empfehlen.

Die Zwangsrasur

Einige Master mögen es, wenn ihr Sklave rasiert ist. In der Regel steht dem Sklaven nicht frei, zu entscheiden, ob er rasiert sein will, oder nicht. Viele Master rasieren ihren Sklaven daher selbst oder überlassen die erste Rasur ihrem Sklaven. Das Ergebnis ist jedoch immer das Gleiche: Ein rasierter Sklave.

Wenn der Master selbst Hand anlegen will, wird er seinen Sklaven bei Ungehorsam wahrscheinlich während der Rasur fixieren wollen. Hierdurch entsteht beim Sklaven eine zusätzliche Geilheit, die schon allein durch die Rasur entstehen kann.

Ein Tipp:
Wenn sowohl Master als auch Sklave große Angst vor Verletzungen haben, können beide mit mir einen Termin für eine Rasur vereinbaren.

Nach der Rasur

Hier einige Verhaltensregeln nach der Rasur:

  1. Weite Kleidung

  2. Nach der Rasur ist es angenehmer, wenn die Unterhose/Shorts und die Hose nicht im Schritt reiben. Ziehe daher nach der Rasur eine weite Unterhose bzw. weite Shorts an, die deinen Genetalien mehr Platz bieten. Auch eine zu enge Hose trägt sich unangenehm.
    Am Besten, du trägst nach der Rasur gar keine Unterhose und - sofern du zu Hause bist - kannst du unten herum auch entblößt herumlaufen.
  3. Hautreizungen vorbeugen

  4. Nach der Rasur kann es vorkommen, dass die rasierten Stellen kleine Pickel bilden. Dies tritt sehr häufig bei den ersten 3 bis 5 Rasuren auf. Um der Pickelbildung vorzubeugen, verwende nach der Rasur ein pflegendes Öl. Sehr bewährt hat sich hier ein Babyöl. Dies hat auch eine lindernde des Juckreizes beim Nachwachsen der Haare zur Folge.

Bei einem Sklaven kann zur Bestrafung nach der Rasur auch ein Rasierwasser auf die rasierten Stellen aufgetragen werden. Der Sklave bekommt bereits nach kurzer Zeit das Gefühl, dass seine Eier und sein Schwanz anfangen, zu kochen. Dieses Gefühl lässt meistens nach ca. 30 Minuten nach.

Den ganzen Körper rasieren

Wie sieht das denn aus? Den Schambereich total blank rasiert und der Rest des Körpers mit dichtem Fell versehen? Lächerlich, nicht?

Deshalb denken sehr viele Männer auch über eine vollständige Ganzkörperrasur nach. Doch diese kann nicht alleine durchgeführt werden. Nicht nur, dass man selbst mit dem Rasierer nur schwer an seinen Anus kommt, nein, wie willst du dir selbst gründlich z. B. den Rücken rasieren?

Wenn du dich entschlossen hast, eine vollständige Ganzkörperrasur durchführen zu wollen, nehme dir eine Person deines Vertrauens zu Hilfe, die dir u. A. den Rücken, den Po sowie deine Beine rasiert.

Du kannst aber auch mich ansprechen.

Nach der Rasur wirst du feststellen, dass es ein ganz neues Gefühl ist, komplett rasiert zu sein.